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Aufwertung des Schiersteiner Hafengebiets fraglich

Kein Plan für Gelände ehemalige „Knochenmühle“  

„Wenn die Koalition es ernst meinen würde mit der Aufwertung des Schiersteiner Hafengebiets, hätte sie sich längst um das Gelände ehemalige ‚Knochenmühle‘ kümmern müssen“,  kritisiert Claus-Peter Große, verkehrspolitischer Sprecher der Rathausfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN. So habe man im vergangenen Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr auf einen Antrag hin erfahren müssen, dass nach Ablauf der Veränderungssperre im März kein Bebauungsplan für das Gebiet vorliege. Das bedeute, dass ab März dort nach § 34 gebaut werden kann, die Bebauung muss sich also lediglich in „die Eigenart der näheren Umgebung einfügen“.

„Wir wollen hochwertiges Gewerbe und Wohnbebauung im Schiersteiner Hafengebiet, um die Gegend attraktiver zu gestalten. Die Chance auf diese Entwicklung wird gerade vertan, weil es keine Planungen für die unbebaute Fläche östlich des Schiersteiner Hafens zwischen Rheingaustraße und Hafenweg gibt“, so Claus-Peter Große. „Die Autobahnplanung ist somit jetzt in der Vorhand und das Areal kann nicht voll genutzt werden.“

Somit werde einer Bebauung mit Tankstellen und Billig-Baracken, wie sie bereits auf der anderen Seite der Rheingaustraße zu finden ist, Tür und Tor geöffnet! Diese Art der Bebauung war vom Schiersteiner Ortsbeirat stets kritisiert worden. Sie musste aber damals auch schon hingenommen werden, weil die Stadt nicht rechtzeitig aktiv geworden ist, merkt Walter Richters, stellvertretender Ortsvorsteher und Fraktionssprecher Bündnis 90/Die Grünen, Stadtteilgruppe Schierstein, an.

Claus-Peter Große: „Außerdem ist die Möglichkeit verbaut, eventuell einen besseren Lärmschutz für den Neubau der Schiersteiner Brücke zu erwirken. Mit einem Bebauungsplan hätte man vielleicht die Möglichkeit gehabt, den Bund zu zwingen einen umfassenden Lärmschutz zu installieren. Hier hat das Dezernat Möricke tief und fest geschlafen!“

Claus-Peter Große, Verkehrspolitischer Sprecher - Carola Pahl, Fraktionsreferentin

Walter Richters, Stellvertretender Ortsvorsteher
 
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